Thema

Worte und Sprache

Im Hebräischen ist Sprache nie nur Information. Sie schafft, sie zerstört, sie trägt eine andere Logik. Eine Spur durch Wörter, Buchstaben und das, was wir reden.

Gott schafft die Welt durch Sprache. Das ist keine Metapher, sondern eine bibeltheologische Aussage mit Folgen. Wajomer Elokim — „und Gott sprach" — ist im Hebräischen das Verb, das Wirklichkeit setzt. Worte machen. Worte tun. Worte bleiben.

Genau darum hat die Tora ein scharfes Wort für üble Rede: Laschon ha-Ra, die böse Zunge. Sie zerstört, ohne dass man die Spuren sieht. Aber Sprache trägt auch das Gegenteil: Hamtana — Warten — steht buchstäblich neben Matana, Geschenk. Manche Wörter erzählen ihren eigenen Geheimcode, wenn man sie ernst nimmt.

Diese Artikel folgen den Spuren: Was meinen einzelne Buchstaben (das große Waw, das gebrochene Resch)? Wie funktioniert hebräische Wortbildung als Theologie? Und was passiert, wenn wir lernen, Wörter wieder als Werkzeuge zu sehen statt als bloße Träger von Information?

Die verborgene Ordnung der Wochenlesung

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Vor Schawuot steht immer Bamidbar, vor Tischa BeAw immer Devarim, vor Rosch HaSchana immer Nizawim. Jedes Jahr, trotz Schaltmonaten. Warum die Einteilung der Tora in 54 Abschnitte weit mehr ist als Verwaltung, und was der letzte Buchstabe mit dem ersten zu tun hat.

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