„Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln; aber im siebten sollst du es brachliegen und ruhen lassen, damit sich die Armen deines Volkes davon ernähren können. [...] Sechs Tage sollst du deine Werke verrichten, aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erholen können."
(2.Mo 23,10-12, Wochenabschnitt Mischpatim)
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was die Sieben-Tage-Woche so besonders macht?
Eine Zeiteinheit ohne Naturbezug
Monate und Jahre hängen mit den Gestirnen und Jahreszeiten zusammen und werden von ihnen bestimmt. Die Tage sind von der Sonne abhängig. Aber die Woche? Sie hat keinen direkten Bezug zur Umwelt.
Es ist interessant, dass der Sieben-Tages-Rhythmus fast überall auf der Welt zu finden ist. Natürlich ist das auch dem jüdisch-christlichen Einfluss geschuldet. Aber es gab auch alte Kulturen, die ebenfalls schon auf die Sieben gekommen sind, etwa die Babylonier.
Warum andere Modelle gescheitert sind
Sogar Versuche, von der Sieben-Tage-Woche abzukommen und Alternativen zu etablieren, gab es. Ein Beispiel ist der Französische Revolutionskalender, der eine Zehn-Tage-Woche einführte. Ziel war es, sich von religiösen und königlichen Traditionen zu lösen. Ein anderes Experiment fand in der Sowjetunion statt, wo man mit einer Fünf- und später einer Sechs-Tage-Woche experimentierte, um die Produktivität zu steigern: kontinuierliche Arbeitswochen ohne feste freie Tage.
Doch trotz dieser Bemühungen kehrte man letztlich immer wieder zur Sieben-Tage-Woche zurück.
Warum? Weil sie spürten, dass das Prinzip von „sechs Tagen Arbeit und einem Tag Ruhe" auf einer tiefen Ebene das Wohlbefinden der Menschen unterstützt.
Ist das Zufall?
Natürlich nicht. Gott weiß am besten, was für den Menschen gut ist.
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Ja, ich möchte die 7 Verse sehenDrei Anker des Schabbats
Der Schabbat erinnert im Judentum jede Woche neu an drei Anker unserer Zeit:
1. Schöpfung
Er erinnert daran, dass Gott der Schöpfer aller Dinge ist. Nach sechs Tagen der Schöpfung hat Gott den siebten Tag als Ruhetag festgelegt und selbst geruht. Der siebte Tag ist ein Tag, um innezuhalten, zu reflektieren und die Wunder der Schöpfung zu würdigen.
2. Bund
Der zweite Aspekt ist die Verbindung des Schabbats mit der Übergabe der Torah an das Volk Israel. Der Schabbat dient als ewiges Zeichen, das an den Bund zwischen Gott und Israel erinnert.
3. Verheißung
Schließlich ist der Schabbat eine Vorschau auf die zukünftige Zeit des ewigen „Schabbats", eine Zeit des vollkommenen Friedens und der Ruhe, die kommen wird. (Man spricht auch vom siebten Jahrtausend, da wir in der Bibel lesen, dass für Gott ein Tag wie tausend Jahre sind, vgl. Ps 90,4.)
Vom siebten Tag zum siebten Jahr
Genau wie beim Schmita-Jahr, das alle sieben Jahre eintritt und in dem das Land ruhen soll, ist auch der siebte Tag eine Zeit der Ruhe und des Vertrauens. Wir dürfen vertrauen, dass Gott für seine Schöpfung sorgt und ihre Bedürfnisse erfüllt – selbst wenn der Mensch seine Arbeit ruhen lässt.
Der siebte Tag, das siebte Jahr, das siebte Jahrtausend.
Mögen es Zeiten und Oasen der Ruhe und des Friedens sein.
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