DER Wendepunkt

von Micha Levzion  ·  0 Kommentare  ·  Lesezeit: Minuten

(Parashat – 1.Mose 37–40)

Die Geschichte von Josef ist eine der beeindruckendsten in der Tora, besonders, weil sie uns zeigt, wie tief ein Mensch fallen kann – und wie sich ein Geschick so extrem ändern kann.

In der letzten Woche haben wir gelesen, wie Josef von seinen Brüdern verraten wird. Er wird als Sklave nach Ägypten verkauft und dann später zu Unrecht ins Gefängnis geworfen. Ganz einfach ausgedrückt: Es konnte für ihn nicht schlimmer kommen.

Fremdes Land. Fremde Sprache. Fremde Kultur. Sklave. Gefängnis.

Doch dann geschieht etwas Unerwartetes – ein Wendepunkt, der nicht nur Josefs Leben verändert, sondern die gesamte Geschichte Israels.

Was ist der Auslöser?

Es ist keine göttliche Vision, kein Wunder, das Josef aus der Dunkelheit holt.

Sondern, es ist sein Mitgefühl!!

Josef bemerkt, dass zwei seiner Mitgefangenen – der Mundschenk und der Bäcker des Pharaos – betrübt aussehen. Er hätte allen Grund gehabt, sich in seine eigene Misere zurückzuziehen. Doch er richtet seinen Blick nicht auf seine eigenen Sorgen, sondern auf die der anderen. „Warum seid ihr heute so traurig?“ fragt er sie.

Es ist dieser eine Moment, dieser kleine Akt der Aufmerksamkeit und Fürsorge, der alles verändert.

Die Mitgefangenen teilen ihm ihre Träume mit, und durch Josefs Deutung dieser Träume wird er schließlich vor den Pharao gebracht. Von dort führt sein Weg vom Gefängnis direkt in den Palast.

 

Wow, was für eine tiefgründige Lektion: Oft ist es der Moment, in dem wir uns um andere kümmern, der unser eigenes Leben verändern kann!

Josef hätte sich in Selbstmitleid und Resignation verlieren können. Doch er entschied sich, aktiv zu bleiben, achtsam zu sein und anderen in ihrer Not zu helfen.

Das machte den Unterschied!

7 übersehene Bibelverse mit gewaltiger Wirkung in deinem Alltag

Mutige Worte, die dir erlauben, anders zu leben, als alle es von dir erwarten.

Du wünschst dir, klarer, mutiger und näher an Gottes Herz durch deinen Alltag zu gehen?

 

Micha Levzion schreibt aus Israel für Menschen, die tiefer verstehen wollen, ohne sich mit Schlagworten zufriedenzugeben. In „Schalom Israel“ verbindet er Bibeltexte, Einblicke aus dem Land und persönliche Beobachtungen zu Gedanken, die im Kopf bleiben und im Alltag weiterarbeiten dürfen.

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