5. Mose · דְּבָרִים
In diesem Kapitel
Haazinu הַאֲזִינוּ
רִאשׁוֹן
Erste Lesung · Rischon · Sonntag
32,1–32,6
32,1
Höret, ihr Himmel, denn ich will reden, und die Erde vernehme die Worte meines Mundes.
הַאֲזִ֥ינוּ הַשָּׁמַ֖יִם וַאֲדַבֵּ֑רָה וְתִשְׁמַ֥ע הָאָ֖רֶץ אִמְרֵי־פִֽי
32,2
Wie Regen rinne meine Lehre, wie Tau träufle meine Rede, wie Schauer auf das Gras, wie Regengüsse auf das Kraut.
יַעֲרֹ֤ף כַּמָּטָר֙ לִקְחִ֔י תִּזַּ֥ל כַּטַּ֖ל אִמְרָתִ֑י כִּשְׂעִירִ֣ם עֲלֵי־דֶ֔שֶׁא וְכִרְבִיבִ֖ים עֲלֵי־עֵֽשֶׂב
32,3
Denn den Namen des Ewigen rufe ich aus: Gebt Größe unserem Gott!
כִּ֛י שֵׁ֥ם יהוה אֶקְרָ֑א הָב֥וּ גֹ֖דֶל לֵאלֹהֵֽינוּ
32,4
Der Fels, vollkommen ist sein Werk, denn all seine Wege sind Recht; ein Gott der Treue, ohne Unrecht, gerecht und redlich ist er.
הַצּוּר֙ תָּמִ֣ים פָּעֳל֔וֹ כִּ֥י כָל־דְּרָכָ֖יו מִשְׁפָּ֑ט אֵ֤ל אֱמוּנָה֙ וְאֵ֣ין עָ֔וֶל צַדִּ֥יק וְיָשָׁ֖ר הֽוּא
32,5
Verderbt gehandelt haben sie gegen ihn; nicht seine Kinder, ihrer ist der Makel, ein Geschlecht, verkehrt und verschlungen.
שִׁחֵ֥ת ל֛וֹ לֹ֖א בָּנָ֣יו מוּמָ֑ם דּ֥וֹר עִקֵּ֖שׁ וּפְתַלְתֹּֽל
32,6
Etwa dem Ewigen vergeltet ihr solches, du Volk, töricht und nicht weise? Ist er nicht dein Vater, der dich erschaffen hat? Er hat dich gemacht und dich bereitet.
הֲ־לַיהוה תִּגְמְלוּ־זֹ֔את עַ֥ם נָבָ֖ל וְלֹ֣א חָכָ֑ם הֲלוֹא־הוּא֙ אָבִ֣יךָ קָּנֶ֔ךָ ה֥וּא עָֽשְׂךָ֖ וַֽיְכֹנְנֶֽךָ
שֵׁנִי
Zweite Lesung · Scheni · Montag
32,7–32,12
32,7
Gedenke der Tage der Vorzeit, betrachtet die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht; frage deinen Vater, und er wird es dir künden, deine Ältesten, und sie werden es dir sagen.
זְכֹר֙ יְמ֣וֹת עוֹלָ֔ם בִּ֖ינוּ שְׁנ֣וֹת דּוֹר־וָד֑וֹר שְׁאַ֤ל אָבִ֙יךָ֙ וְיַגֵּ֔דְךָ זְקֵנֶ֖יךָ וְיֹ֥אמְרוּ לָֽךְ
32,8
Als der Höchste den Völkern ihr Erbe zuteilte, als er die Söhne Adams voneinander schied, da bestimmte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels.
בְּהַנְחֵ֤ל עֶלְיוֹן֙ גּוֹיִ֔ם בְּהַפְרִיד֖וֹ בְּנֵ֣י אָדָ֑ם יַצֵּב֙ גְּבֻלֹ֣ת עַמִּ֔ים לְמִסְפַּ֖ר בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל
32,9
Denn der Anteil des Ewigen ist sein Volk, Jakob das Los seines Erbteils.
כִּ֛י חֵ֥לֶק יהוה עַמּ֑וֹ יַעֲקֹ֖ב חֶ֥בֶל נַחֲלָתֽוֹ
32,10
Er fand ihn im Lande der Wüste, und in der Öde, im Heulen der Einöde; er umgab ihn, gab acht auf ihn, behütete ihn wie den Augapfel seines Auges.
יִמְצָאֵ֙הוּ֙ בְּאֶ֣רֶץ מִדְבָּ֔ר וּבְתֹ֖הוּ יְלֵ֣ל יְשִׁמֹ֑ן יְסֹֽבְבֶ֙נְהוּ֙ יְב֣וֹנְנֵ֔הוּ יִצְּרֶ֖נְהוּ כְּאִישׁ֥וֹן עֵינֽוֹ
32,11
Wie ein Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, ihn aufnimmt, ihn trägt auf seinen Schwingen.
כְּנֶ֙שֶׁר֙ יָעִ֣יר קִנּ֔וֹ עַל־גּוֹזָלָ֖יו יְרַחֵ֑ף יִפְרֹ֤שׂ כְּנָפָיו֙ יִקָּחֵ֔הוּ יִשָּׂאֵ֖הוּ עַל־אֶבְרָתֽוֹ
32,12
Der Ewige allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.
יהוה בָּדָ֣ד יַנְחֶ֑נּוּ וְאֵ֥ין עִמּ֖וֹ אֵ֥ל נֵכָֽר
שְׁלִישִׁי
Dritte Lesung · Schlischi · Dienstag
32,13–32,18
32,13
Er ließ ihn einherfahren über die Höhen der Erde, und er speiste ihn mit dem Ertrag des Feldes; und ließ ihn saugen Honig aus dem Felsen und Öl aus dem Kieselgestein des Felsens.
יַרְכִּבֵ֙הוּ֙ בָּ֣מֳתֵי אָ֔רֶץ וַיֹּאכַ֖ל תְּנוּבֹ֣ת שָׂדָ֑י וַיֵּנִקֵ֤הֽוּ דְבַשׁ֙ מִסֶּ֔לַע וְשֶׁ֖מֶן מֵחַלְמִ֥ישׁ צֽוּר
32,14
Rahm der Rinder und Milch der Schafe, mit dem Fett der Lämmer und der Widder von Baschan und der Böcke, mit dem Fett der Nieren des Weizens; und das Blut der Traube trankst du als schäumenden Wein.
חֶמְאַ֨ת בָּקָ֜ר וַחֲלֵ֣ב צֹ֗אן עִם־חֵ֨לֶב כָּרִ֜ים וְאֵילִ֤ים בְּנֵֽי־בָשָׁן֙ וְעַתּוּדִ֔ים עִם־חֵ֖לֶב כִּלְי֣וֹת חִטָּ֑ה וְדַם־עֵנָ֖ב תִּשְׁתֶּה־חָֽמֶר
32,15
Da ward fett Jeschurun und schlug aus; du wurdest fett, du wurdest dick, du wurdest feist. Und er verließ Gott, der ihn gemacht, und schmähte den Fels seines Heils.
וַיִּשְׁמַ֤ן יְשֻׁרוּן֙ וַיִּבְעָ֔ט שָׁמַ֖נְתָּ עָבִ֣יתָ כָּשִׂ֑יתָ וַיִּטֹּשׁ֙ אֱל֣וֹהַ עָשָׂ֔הוּ וַיְנַבֵּ֖ל צ֥וּר יְשֻׁעָתֽוֹ
32,16
Sie reizten ihn zur Eifersucht mit fremden Göttern, mit Gräueln erzürnten sie ihn.
יַקְנִאֻ֖הוּ בְּזָרִ֑ים בְּתוֹעֵבֹ֖ת יַכְעִיסֻֽהוּ
32,17
Sie opferten den Dämonen, die nicht Gott sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die vor Kurzem aufgekommen sind, die eure Väter nicht fürchteten.
יִזְבְּח֗וּ לַשֵּׁדִים֙ לֹ֣א אֱלֹ֔הַ אֱלֹהִ֖ים לֹ֣א יְדָע֑וּם חֲדָשִׁים֙ מִקָּרֹ֣ב בָּ֔אוּ לֹ֥א שְׂעָר֖וּם אֲבֹתֵיכֶֽם
32,18
Den Fels, der dich gezeugt, hast du außer Acht gelassen, und du vergaßest Gott, der dich hervorgebracht.
צ֥וּר יְלָדְךָ֖ תֶּ֑שִׁי וַתִּשְׁכַּ֖ח אֵ֥ל מְחֹלְלֶֽךָ
רְבִיעִי
Vierte Lesung · Rewii · Mittwoch
32,19–32,28
32,19
Und es sah der Ewige, und verwarf sie, aus Unwillen über seine Söhne und seine Töchter.
וַיַּ֥רְא יהוה וַיִּנְאָ֑ץ מִכַּ֥עַס בָּנָ֖יו וּבְנֹתָֽיו
32,20
Und er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, ich will sehen, was ihr Ende sein wird; denn ein Geschlecht der Verkehrungen sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist.
וַיֹּ֗אמֶר אַסְתִּ֤ירָה פָנַי֙ מֵהֶ֔ם אֶרְאֶ֖ה מָ֣ה אַחֲרִיתָ֑ם כִּ֣י ד֤וֹר תַּהְפֻּכֹת֙ הֵ֔מָּה בָּנִ֖ים לֹא־אֵמֻ֥ן בָּֽם
32,21
Sie reizten mich zur Eifersucht mit einem Nicht-Gott, erzürnten mich mit ihren Nichtigkeiten; und ich, ich will sie zur Eifersucht reizen mit einem Nicht-Volk, mit einer Nation, einer törichten, will ich sie erzürnen.
הֵ֚ם קִנְא֣וּנִי בְלֹא־אֵ֔ל כִּעֲס֖וּנִי בְּהַבְלֵיהֶ֑ם וַאֲנִי֙ אַקְנִיאֵ֣ם בְּלֹא־עָ֔ם בְּג֥וֹי נָבָ֖ל אַכְעִיסֵֽם
32,22
Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn und brennt bis zur Scheol, der untersten; es verzehrt die Erde und ihren Ertrag und setzt in Brand die Grundfesten der Berge.
כִּי־אֵשׁ֙ קָדְחָ֣ה בְאַפִּ֔י וַתִּיקַ֖ד עַד־שְׁא֣וֹל תַּחְתִּ֑ית וַתֹּ֤אכַל אֶ֙רֶץ֙ וִֽיבֻלָ֔הּ וַתְּלַהֵ֖ט מוֹסְדֵ֥י הָרִֽים
32,23
Ich will häufen über sie Unheil, meine Pfeile verschieße ich gegen sie.
אַסְפֶּ֥ה עָלֵ֖ימוֹ רָע֑וֹת חִצַּ֖י אֲכַלֶּה־בָּֽם
32,24
Ausgezehrt vom Hunger und aufgezehrt von Fieberglut und Pest, bitterer; und den Zahn der Tiere sende ich gegen sie, samt dem Gift der Kriechtiere des Staubes.
מְזֵ֥י רָעָ֛ב וּלְחֻ֥מֵי רֶ֖שֶׁף וְקֶ֣טֶב מְרִירִ֑י וְשֶׁן־בְּהֵמוֹת֙ אֲשַׁלַּח־בָּ֔ם עִם־חֲמַ֖ת זֹחֲלֵ֥י עָפָֽר
32,25
Draußen raubt das Schwert die Kinder, und in den Kammern der Schrecken; den Jüngling wie die Jungfrau, den Säugling samt dem Manne des grauen Haares.
מִחוּץ֙ תְּשַׁכֶּל־חֶ֔רֶב וּמֵחֲדָרִ֖ים אֵימָ֑ה גַּם־בָּחוּר֙ גַּם־בְּתוּלָ֔ה יוֹנֵ֖ק עִם־אִ֥ישׁ שֵׂיבָֽה
32,26
Ich dachte: Ich will sie zerstreuen, will tilgen ihr Gedenken aus der Menschheit.
אָמַ֖רְתִּי אַפְאֵיהֶ֑ם אַשְׁבִּ֥יתָה מֵאֱנ֖וֹשׁ זִכְרָֽם
32,27
Hätte ich nicht den Unwillen des Feindes gescheut, dass ihre Bedränger es missdeuteten, dass sie sprächen: Unsere Hand war erhaben, und nicht der Ewige habe all dies getan.
לוּלֵ֗י כַּ֤עַס אוֹיֵב֙ אָג֔וּר פֶּֽן־יְנַכְּר֖וּ צָרֵ֑ימוֹ פֶּן־יֹֽאמְרוּ֙ יָדֵ֣ינוּ רָ֔מָה וְלֹ֥א יהוה פָּעַ֥ל כָּל־זֹֽאת
32,28
Denn eine Nation, verloren an Rat, sind sie, und keine Einsicht ist in ihnen.
כִּי־ג֛וֹי אֹבַ֥ד עֵצ֖וֹת הֵ֑מָּה וְאֵ֥ין בָּהֶ֖ם תְּבוּנָֽה
חֲמִישִׁי
Fünfte Lesung · Chamischi · Donnerstag
32,29–32,39
32,29
Wären sie doch weise, so bedächten sie dies, sie merkten auf ihr Ende.
ל֥וּ חָכְמ֖וּ יַשְׂכִּ֣ילוּ זֹ֑את יָבִ֖ינוּ לְאַחֲרִיתָֽם
32,30
Wie könnte ein Einziger tausend verfolgen, und zwei zehntausend in die Flucht jagen, wäre es nicht, weil ihr Fels sie verkauft und der Ewige sie preisgegeben hätte?
אֵיכָ֞ה יִרְדֹּ֤ף אֶחָד֙ אֶ֔לֶף וּשְׁנַ֖יִם יָנִ֣יסוּ רְבָבָ֑ה אִם־לֹא֙ כִּי־צוּרָ֣ם מְכָרָ֔ם וַֽיהוה הִסְגִּירָֽם
32,31
Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels, und unsere Feinde mögen selbst Richter sein.
כִּ֛י לֹ֥א כְצוּרֵ֖נוּ צוּרָ֑ם וְאֹיְבֵ֖ינוּ פְּלִילִֽים
32,32
Denn vom Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Feldern Gomorras; ihre Trauben sind Gifttrauben, bittere Trauben haben sie.
כִּֽי־מִגֶּ֤פֶן סְדֹם֙ גַּפְנָ֔ם וּמִשַּׁדְמֹ֖ת עֲמֹרָ֑ה עֲנָבֵ֙מוֹ֙ עִנְּבֵי־ר֔וֹשׁ אַשְׁכְּלֹ֥ת מְרֹרֹ֖ת לָֽמוֹ
32,33
Das Gift der Drachen ist ihr Wein, und das Gift der Nattern, das grausame.
חֲמַ֥ת תַּנִּינִ֖ם יֵינָ֑ם וְרֹ֥אשׁ פְּתָנִ֖ים אַכְזָֽר
32,34
Ist dies nicht verwahrt bei mir, versiegelt in meinen Schatzkammern?
הֲלֹא־ה֖וּא כָּמֻ֣ס עִמָּדִ֑י חָתֻ֖ם בְּאוֹצְרֹתָֽי
32,35
Mein ist die Rache und Vergeltung, für die Zeit, da wankt ihr Fuß; denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und es eilt herbei, was bereitet ist für sie.
לִ֤י נָקָם֙ וְשִׁלֵּ֔ם לְעֵ֖ת תָּמ֣וּט רַגְלָ֑ם כִּ֤י קָרוֹב֙ י֣וֹם אֵידָ֔ם וְחָ֖שׁ עֲתִדֹ֥ת לָֽמוֹ
32,36
Denn Recht schaffen wird der Ewige seinem Volk und über seine Knechte wird er sich erbarmen, wenn er sieht, dass dahin ist die Macht und keiner mehr bleibt, kein Gebundener und kein Freier.
כִּֽי־יָדִ֤ין יהוה עַמּ֔וֹ וְעַל־עֲבָדָ֖יו יִתְנֶחָ֑ם כִּ֤י יִרְאֶה֙ כִּי־אָ֣זְלַת יָ֔ד וְאֶ֖פֶס עָצ֥וּר וְעָזֽוּב
32,37
Und er wird sprechen: Wo sind ihre Götter, der Fels, bei dem sie Zuflucht nahmen?
וְאָמַ֖ר אֵ֣י אֱלֹהֵ֑ימוֹ צ֖וּר חָסָ֥יוּ בֽוֹ
32,38
die das Fett ihrer Schlachtopfer aßen, die tranken den Wein ihres Trankopfers; sie mögen aufstehen und euch helfen, sie seien über euch ein Schirm!
אֲשֶׁ֨ר חֵ֤לֶב זְבָחֵ֙ימוֹ֙ יֹאכֵ֔לוּ יִשְׁתּ֖וּ יֵ֣ין נְסִיכָ֑ם יָק֙וּמוּ֙ וְיַעְזְרֻכֶ֔ם יְהִ֥י עֲלֵיכֶ֖ם סִתְרָֽה
32,39
Seht nun, dass ich, ich es bin, und kein Gott ist neben mir. Ich töte und mache lebendig, ich habe zerschlagen, und ich heile, und keiner errettet aus meiner Hand.
רְא֣וּ עַתָּ֗ה כִּ֣י אֲנִ֤י אֲנִי֙ ה֔וּא וְאֵ֥ין אֱלֹהִ֖ים עִמָּדִ֑י אֲנִ֧י אָמִ֣ית וַאֲחַיֶּ֗ה מָחַ֙צְתִּי֙ וַאֲנִ֣י אֶרְפָּ֔א וְאֵ֥ין מִיָּדִ֖י מַצִּֽיל
שִׁשִּׁי
Sechste Lesung · Schischi · Freitag
32,40–32,43
32,40
Denn ich erhebe zum Himmel meine Hand und spreche: So wahr lebe ich in Ewigkeit!
כִּֽי־אֶשָּׂ֥א אֶל־שָׁמַ֖יִם יָדִ֑י וְאָמַ֕רְתִּי חַ֥י אָנֹכִ֖י לְעֹלָֽם
32,41
Wenn ich gewetzt habe den Blitz meines Schwertes, und meine Hand das Gericht ergreift, so übe ich Rache an meinen Bedrängern und meinen Hassern vergelte ich.
אִם־שַׁנּוֹתִי֙ בְּרַ֣ק חַרְבִּ֔י וְתֹאחֵ֥ז בְּמִשְׁפָּ֖ט יָדִ֑י אָשִׁ֤יב נָקָם֙ לְצָרָ֔י וְלִמְשַׂנְאַ֖י אֲשַׁלֵּֽם
32,42
Ich mache trunken meine Pfeile von Blut, und mein Schwert frisst Fleisch, vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupte der Fürsten des Feindes.
אַשְׁכִּ֤יר חִצַּי֙ מִדָּ֔ם וְחַרְבִּ֖י תֹּאכַ֣ל בָּשָׂ֑ר מִדַּ֤ם חָלָל֙ וְשִׁבְיָ֔ה מֵרֹ֖אשׁ פַּרְע֥וֹת אוֹיֵֽב
32,43
Jubelt, ihr Völker, mit seinem Volk, denn das Blut seiner Knechte wird er rächen, und Rache wird er üben an seinen Bedrängern und sühnen wird er sein Land, sein Volk.
הַרְנִ֤ינוּ גוֹיִם֙ עַמּ֔וֹ כִּ֥י דַם־עֲבָדָ֖יו יִקּ֑וֹם וְנָקָם֙ יָשִׁ֣יב לְצָרָ֔יו וְכִפֶּ֥ר אַדְמָת֖וֹ עַמּֽוֹ
שְׁבִיעִי
Siebte Lesung · Schewii · Schabbat
32,44–32,52
32,44
Da kam Mose und sprach alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Josua, der Sohn Nuns.
וַיָּבֹ֣א מֹשֶׁ֗ה וַיְדַבֵּ֛ר אֶת־כָּל־דִּבְרֵ֥י הַשִּׁירָֽה־הַזֹּ֖את בְּאָזְנֵ֣י הָעָ֑ם ה֖וּא וְהוֹשֵׁ֥עַ בִּן־נֽוּן
32,45
Und als Mose es vollendet hatte, alle diese Worte zu ganz Israel zu reden,
וַיְכַ֣ל מֹשֶׁ֗ה לְדַבֵּ֛ר אֶת־כָּל־הַדְּבָרִ֥ים הָאֵ֖לֶּה אֶל־כָּל־יִשְׂרָאֵֽל
32,46
da sprach er zu ihnen: Richtet euer Herz auf alle Worte, die ich heute unter euch bezeuge, die ihr euren Kindern gebieten sollt, alle Worte dieser Tora zu bewahren und zu tun.
וַיֹּ֤אמֶר אֲלֵהֶם֙ שִׂ֣ימוּ לְבַבְכֶ֔ם לְכָל־הַדְּבָרִ֔ים אֲשֶׁ֧ר אָנֹכִ֛י מֵעִ֥יד בָּכֶ֖ם הַיּ֑וֹם אֲשֶׁ֤ר תְּצַוֻּם֙ אֶת־בְּנֵיכֶ֔ם לִשְׁמֹ֣ר לַעֲשׂ֔וֹת אֶת־כָּל־דִּבְרֵ֖י הַתּוֹרָ֥ה הַזֹּֽאת
32,47
Denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben; und durch dieses Wort werdet ihr die Tage auf dem Boden verlängern, auf den ihr über den Jordan hinüberzieht, um ihn in Besitz zu nehmen.
כִּ֠י לֹֽא־דָבָ֨ר רֵ֥ק הוּא֙ מִכֶּ֔ם כִּי־ה֖וּא חַיֵּיכֶ֑ם וּבַדָּבָ֣ר הַזֶּ֗ה תַּאֲרִ֤יכוּ יָמִים֙ עַל־הָ֣אֲדָמָ֔ה אֲשֶׁ֨ר אַתֶּ֜ם עֹבְרִ֧ים אֶת־הַיַּרְדֵּ֛ן שָׁ֖מָּה לְרִשְׁתָּֽהּ
32,48
Da redete der Ewige zu Mose an eben diesem Tage folgendermaßen:
וַיְדַבֵּ֤ר יהוה אֶל־מֹשֶׁ֔ה בְּעֶ֛צֶם הַיּ֥וֹם הַזֶּ֖ה לֵאמֹֽר
32,49
Steige hinauf auf dieses Gebirge Abarim, den Berg Nebo, der im Lande Moab liegt, das gegenüber Jericho liegt, und sieh das Land Kanaan, das ich den Söhnen Israels zum Besitz gebe.
עֲלֵ֡ה אֶל־הַר֩ הָעֲבָרִ֨ים הַזֶּ֜ה הַר־נְב֗וֹ אֲשֶׁר֙ בְּאֶ֣רֶץ מוֹאָ֔ב אֲשֶׁ֖ר עַל־פְּנֵ֣י יְרֵח֑וֹ וּרְאֵה֙ אֶת־אֶ֣רֶץ כְּנַ֔עַן אֲשֶׁ֨ר אֲנִ֥י נֹתֵ֛ן לִבְנֵ֥י יִשְׂרָאֵ֖ל לַאֲחֻזָּֽה
32,50
Und stirb auf dem Berge, auf den du hinaufsteigst, und werde zu deinen Völkern versammelt, so wie Aaron, dein Bruder, auf dem Hor, dem Berge, starb, und zu seinen Völkern versammelt wurde.
וּמֻ֗ת בָּהָר֙ אֲשֶׁ֤ר אַתָּה֙ עֹלֶ֣ה שָׁ֔מָּה וְהֵאָסֵ֖ף אֶל־עַמֶּ֑יךָ כַּֽאֲשֶׁר־מֵ֞ת אַהֲרֹ֤ן אָחִ֙יךָ֙ בְּהֹ֣ר הָהָ֔ר וַיֵּאָ֖סֶף אֶל־עַמָּֽיו
32,51
Dafür, dass ihr an mir treulos gehandelt habt inmitten der Söhne Israels, am Haderwasser von Kadesch, in der Wüste Zin; dafür, dass ihr mich nicht geheiligt habt inmitten der Söhne Israels.
עַל֩ אֲשֶׁ֨ר מְעַלְתֶּ֜ם בִּ֗י בְּתוֹךְ֙ בְּנֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל בְּמֵֽי־מְרִיבַ֥ת קָדֵ֖שׁ מִדְבַּר־צִ֑ן עַ֣ל אֲשֶׁ֤ר לֹֽא־קִדַּשְׁתֶּם֙ אוֹתִ֔י בְּת֖וֹךְ בְּנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל
32,52
Denn aus der Ferne wirst du das Land sehen, aber dorthin wirst du nicht hineinkommen, in das Land, das ich den Söhnen Israels gebe.
כִּ֥י מִנֶּ֖גֶד תִּרְאֶ֣ה אֶת־הָאָ֑רֶץ וְשָׁ֙מָּה֙ לֹ֣א תָב֔וֹא אֶל־הָאָ֕רֶץ אֲשֶׁר־אֲנִ֥י נֹתֵ֖ן לִבְנֵ֥י יִשְׂרָאֵֽל