5. Mose · דְּבָרִים
In diesem Kapitel
Reeh רְאֵה
שִׁשִּׁי
Sechste Lesung · Schischi · Freitag
15,1–15,18
15,1
Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Erlass halten.
מִקֵּ֥ץ שֶֽׁבַע־שָׁנִ֖ים תַּעֲשֶׂ֥ה שְׁמִטָּֽה
15,2
Und dies ist die Sache des Erlasses: Erlassen soll jeder Gläubiger das Darlehen seiner Hand, das er seinem Nächsten geliehen hat. Er soll seinen Nächsten und seinen Bruder nicht bedrängen, denn ein Erlass für den Ewigen ist ausgerufen worden.
וְזֶה֮ דְּבַ֣ר הַשְּׁמִטָּה֒ שָׁמ֗וֹט כׇּל־בַּ֙עַל֙ מַשֵּׁ֣ה יָד֔וֹ אֲשֶׁ֥ר יַשֶּׁ֖ה בְּרֵעֵ֑הוּ לֹֽא־יִגֹּ֤שׂ אֶת־רֵעֵ֙הוּ֙ וְאֶת־אָחִ֔יו כִּֽי־קָרָ֥א שְׁמִטָּ֖ה לַיהוה
15,3
Den Fremden darfst du bedrängen; was aber dein ist bei deinem Bruder, das soll deine Hand erlassen.
אֶת־הַנׇּכְרִ֖י תִּגֹּ֑שׂ וַאֲשֶׁ֨ר יִהְיֶ֥ה לְךָ֛ אֶת־אָחִ֖יךָ תַּשְׁמֵ֥ט יָדֶֽךָ
15,4
Nur dass kein Armer unter dir sein wird, denn der Ewige wird dich gewiss segnen in dem Land, das der Ewige, dein Gott, dir als Erbteil gibt, um es in Besitz zu nehmen.
אֶ֕פֶס כִּ֛י לֹ֥א יִֽהְיֶה־בְּךָ֖ אֶבְי֑וֹן כִּֽי־בָרֵ֤ךְ יְבָֽרֶכְךָ֙ יהוה בָּאָ֕רֶץ אֲשֶׁר֙ יהוה אֱלֹהֶ֔יךָ נֹֽתֵן־לְךָ֥ נַחֲלָ֖ה לְרִשְׁתָּֽהּ
15,5
Nur wenn du wirklich auf die Stimme des Ewigen, deines Gottes, hörst, um dieses ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, zu bewahren und zu tun —
רַ֚ק אִם־שָׁמ֣וֹעַ תִּשְׁמַ֔ע בְּק֖וֹל יהוה אֱלֹהֶ֑יךָ לִשְׁמֹ֤ר לַעֲשׂוֹת֙ אֶת־כׇּל־הַמִּצְוָ֣ה הַזֹּ֔את אֲשֶׁ֛ר אָנֹכִ֥י מְצַוְּךָ֖ הַיּֽוֹם
15,6
Denn der Ewige, dein Gott, hat dich gesegnet, wie er dir versprochen hat. Du wirst vielen Völkern leihen, du selbst aber wirst nichts entleihen; und du wirst über viele Völker herrschen; über dich aber werden sie nicht herrschen.
כִּֽי־יהוה אֱלֹהֶ֙יךָ֙ בֵּֽרַכְךָ֔ כַּאֲשֶׁ֖ר דִּבֶּר־לָ֑ךְ וְהַֽעֲבַטְתָּ֞ גּוֹיִ֣ם רַבִּ֗ים וְאַתָּה֙ לֹ֣א תַעֲבֹ֔ט וּמָֽשַׁלְתָּ֙ בְּגוֹיִ֣ם רַבִּ֔ים וּבְךָ֖ לֹ֥א יִמְשֹֽׁלוּ
15,7
Wenn es unter dir einen Armen gibt, einen von deinen Brüdern, in einem deiner Tore in deinem Land, das der Ewige, dein Gott, dir gibt, so sollst du dein Herz nicht verhärten und deine Hand vor deinem armen Bruder nicht verschließen.
כִּֽי־יִהְיֶה֩ בְךָ֨ אֶבְי֜וֹן מֵאַחַ֤ד אַחֶ֙יךָ֙ בְּאַחַ֣ד שְׁעָרֶ֔יךָ בְּאַ֨רְצְךָ֔ אֲשֶׁר־יהוה אֱלֹהֶ֖יךָ נֹתֵ֣ן לָ֑ךְ לֹ֧א תְאַמֵּ֣ץ אֶת־לְבָבְךָ֗ וְלֹ֤א תִקְפֹּץ֙ אֶת־יָ֣דְךָ֔ מֵאָחִ֖יךָ הָאֶבְיֽוֹן
15,8
Vielmehr sollst du ihm deine Hand weit öffnen und reichlich sollst du ihm leihen, so viel er benötigt, was immer ihm fehlt.
כִּֽי־פָתֹ֧חַ תִּפְתַּ֛ח אֶת־יָדְךָ֖ ל֑וֹ וְהַעֲבֵט֙ תַּעֲבִיטֶ֔נּוּ דֵּ֚י מַחְסֹר֔וֹ אֲשֶׁ֥ר יֶחְסַ֖ר לֽוֹ
15,9
Hüte dich, dass nicht in deinem Herzen ein niederträchtiger Gedanke aufsteigt, sodass du denkst: Nahe ist das siebte Jahr, das Jahr des Erlasses, und dein Auge deinem Bruder gegenüber, dem armen, böse wird, sodass du ihm nichts gibst; dann ruft er gegen dich zum Ewigen, und es wird eine Sünde an dir sein.
הִשָּׁ֣מֶר לְךָ֡ פֶּן־יִהְיֶ֣ה דָבָר֩ עִם־לְבָבְךָ֨ בְלִיַּ֜עַל לֵאמֹ֗ר קָֽרְבָ֣ה שְׁנַֽת־הַשֶּׁ֘בַע֮ שְׁנַ֣ת הַשְּׁמִטָּה֒ וְרָעָ֣ה עֵֽינְךָ֗ בְּאָחִ֙יךָ֙ הָֽאֶבְי֔וֹן וְלֹ֥א תִתֵּ֖ן ל֑וֹ וְקָרָ֤א עָלֶ֙יךָ֙ אֶל־יהוה וְהָיָ֥ה בְךָ֖ חֵֽטְא
15,10
Gib ihm reichlich, und dein Herz sei nicht betrübt, wenn du ihm gibst; denn um dieser Sache willen wird der Ewige, dein Gott, dich in all deinem Tun und in allem, was deine Hand unternimmt, segnen.
נָת֤וֹן תִּתֵּן֙ ל֔וֹ וְלֹא־יֵרַ֥ע לְבָבְךָ֖ בְּתִתְּךָ֣ ל֑וֹ כִּ֞י בִּגְלַ֣ל הַדָּבָ֣ר הַזֶּ֗ה יְבָרֶכְךָ֙ יהוה אֱלֹהֶ֔יךָ בְּכׇֽל־מַעֲשֶׂ֔ךָ וּבְכֹ֖ל מִשְׁלַ֥ח יָדֶֽךָ
15,11
Denn ein Armer wird nicht aus der Mitte des Landes verschwinden. Darum gebiete ich dir und sage: Öffne deinem Bruder, deinem Elenden und deinem Armen in deinem Land deine Hand weit.
כִּ֛י לֹא־יֶחְדַּ֥ל אֶבְי֖וֹן מִקֶּ֣רֶב הָאָ֑רֶץ עַל־כֵּ֞ן אָנֹכִ֤י מְצַוְּךָ֙ לֵאמֹ֔ר פָּ֠תֹ֠חַ תִּפְתַּ֨ח אֶת־יָדְךָ֜ לְאָחִ֧יךָ לַעֲנִיֶּ֛ךָ וּלְאֶבְיֹנְךָ֖ בְּאַרְצֶֽךָ
15,12
Wenn dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, sich dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebten Jahr aber sollst du ihn frei von dir entlassen.
כִּֽי־יִמָּכֵ֨ר לְךָ֜ אָחִ֣יךָ הָֽעִבְרִ֗י א֚וֹ הָֽעִבְרִיָּ֔ה וַעֲבָֽדְךָ֖ שֵׁ֣שׁ שָׁנִ֑ים וּבַשָּׁנָה֙ הַשְּׁבִיעִ֔ת תְּשַׁלְּחֶ֥נּוּ חׇפְשִׁ֖י מֵעִמָּֽךְ
15,13
Und wenn du ihn frei von dir entlässt, sollst du ihn nicht mit leeren Händen ziehen lassen.
וְכִֽי־תְשַׁלְּחֶ֥נּוּ חׇפְשִׁ֖י מֵֽעִמָּ֑ךְ לֹ֥א תְשַׁלְּחֶ֖נּוּ רֵיקָֽם
15,14
Reichlich sollst du ihn ausstatten von deiner Herde, von deiner Tenne und von deiner Kelter; womit der Ewige, dein Gott, dich gesegnet hat, davon sollst du ihm geben.
הַעֲנֵ֤יק תַּעֲנִיק֙ ל֔וֹ מִצֹּ֣אנְךָ֔ וּמִֽגׇּרְנְךָ֖ וּמִיִּקְבֶ֑ךָ אֲשֶׁ֧ר בֵּרַכְךָ֛ יהוה אֱלֹהֶ֖יךָ תִּתֶּן־לֽוֹ
15,15
Und du sollst daran denken, dass du ein Sklave im Land Ägypten warst, und dass der Ewige, dein Gott, dich erlöst hat; darum gebiete ich dir heute diese Sache.
וְזָכַרְתָּ֗ כִּ֣י עֶ֤בֶד הָיִ֙יתָ֙ בְּאֶ֣רֶץ מִצְרַ֔יִם וַֽיִּפְדְּךָ֖ יהוה אֱלֹהֶ֑יךָ עַל־כֵּ֞ן אָנֹכִ֧י מְצַוְּךָ֛ אֶת־הַדָּבָ֥ר הַזֶּ֖ה הַיּֽוֹם
15,16
Und es wird geschehen: Wenn er zu dir sagt: Ich will nicht von dir fortgehen, weil er dich und dein Haus liebt, weil es ihm bei dir gut geht,
וְהָיָה֙ כִּֽי־יֹאמַ֣ר אֵלֶ֔יךָ לֹ֥א אֵצֵ֖א מֵעִמָּ֑ךְ כִּ֤י אֲהֵֽבְךָ֙ וְאֶת־בֵּיתֶ֔ךָ כִּי־ט֥וֹב ל֖וֹ עִמָּֽךְ
15,17
dann sollst du eine Pfrieme nehmen und sie ihm durch das Ohr in die Tür stechen, und er wird dir für immer als Knecht dienen; und ebenso mit deiner Magd sollst du verfahren.
וְלָקַחְתָּ֣ אֶת־הַמַּרְצֵ֗עַ וְנָתַתָּ֤ה בְאׇזְנוֹ֙ וּבַדֶּ֔לֶת וְהָיָ֥ה לְךָ֖ עֶ֣בֶד עוֹלָ֑ם וְאַ֥ף לַאֲמָתְךָ֖ תַּעֲשֶׂה־כֵּֽן
15,18
Es soll dir nicht schwerfallen, wenn du ihn frei von dir entlässt; denn das Doppelte des Lohns eines Tagelöhners hat er dir sechs Jahre lang erdient; und der Ewige, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust.
לֹא־יִקְשֶׁ֣ה בְעֵינֶ֗ךָ בְּשַׁלֵּֽחֲךָ֨ אֹת֤וֹ חׇפְשִׁי֙ מֵֽעִמָּ֔ךְ כִּ֗י מִשְׁנֶה֙ שְׂכַ֣ר שָׂכִ֔יר עֲבָֽדְךָ֖ שֵׁ֣שׁ שָׁנִ֑ים וּבֵֽרַכְךָ֙ יהוה אֱלֹהֶ֔יךָ בְּכֹ֖ל אֲשֶׁ֥ר תַּעֲשֶֽׂה
שְׁבִיעִי
Siebte Lesung · Schewii · Schabbat
15,19–16,17
15,19
Jedes männliche Erstgeborene, das unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, sollst du dem Ewigen, deinem Gott, weihen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines Rindes nicht arbeiten und das Erstgeborene deiner Schafe nicht scheren.
כׇּֽל־הַבְּכ֡וֹר אֲשֶׁר֩ יִוָּלֵ֨ד בִּבְקָרְךָ֤ וּבְצֹֽאנְךָ֙ הַזָּכָ֔ר תַּקְדִּ֖ישׁ לַיהוה אֱלֹהֶ֑יךָ לֹ֤א תַעֲבֹד֙ בִּבְכֹ֣ר שׁוֹרֶ֔ךָ וְלֹ֥א תָגֹ֖ז בְּכ֥וֹר צֹאנֶֽךָ
15,20
Vor dem Ewigen, deinem Gott, sollst du es essen, Jahr für Jahr, an dem Ort, den der Ewige erwählt, du und dein Haus.
לִפְנֵי֩ יהוה אֱלֹהֶ֤יךָ תֹאכְלֶ֙נּוּ֙ שָׁנָ֣ה בְשָׁנָ֔ה בַּמָּק֖וֹם אֲשֶׁר־יִבְחַ֣ר יהוה אַתָּ֖ה וּבֵיתֶֽךָ
15,21
Wenn aber ein Makel an ihm ist, es lahm oder blind ist, irgendein schlimmer Makel, sollst du es dem Ewigen, deinem Gott, nicht opfern.
וְכִֽי־יִהְיֶ֨ה ב֜וֹ מ֗וּם פִּסֵּ֙חַ֙ א֣וֹ עִוֵּ֔ר כֹּ֖ל מ֣וּם רָ֑ע לֹ֣א תִזְבָּחֶ֔נּוּ לַיהוה אֱלֹהֶֽיךָ
15,22
In deinen Toren sollst du es essen, der Unreine und der Reine gemeinsam, wie die Gazelle und den Hirsch.
בִּשְׁעָרֶ֖יךָ תֹּאכְלֶ֑נּוּ הַטָּמֵ֤א וְהַטָּהוֹר֙ יַחְדָּ֔ו כַּצְּבִ֖י וְכָאַיָּֽל
15,23
Nur sein Blut sollst du nicht essen; auf die Erde sollst du es gießen wie Wasser.
רַ֥ק אֶת־דָּמ֖וֹ לֹ֣א תֹאכֵ֑ל עַל־הָאָ֥רֶץ תִּשְׁפְּכֶ֖נּוּ כַּמָּֽיִם